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Wenn Hipster Sims spielen

Juni 2025

Erinnert ihr euch noch an die frühen 2000er? Eine Zeit, in der wir Stunden damit verbracht haben, in den Sims unsere eigenen kleinen Welten zu erschaffen? Wir haben Häuser gebaut, Wohnungen eingerichtet und das Leben unserer virtuellen Avatare nach unseren Vorstellungen gestaltet. Die Sims war mehr als nur ein Spiel; es war ein Ort, an dem wir unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten und unsere eigenen kleinen Traumhäuser erschaffen haben.

Derselben Grundidee hat sich auch das österreichische Unternehmen PROPSTER verschrieben, als es im Jahre 2017 einen Online-Konfigurator für die digitale Bemusterung von Immobilien entwickelt hat. Egal ob Waschbecken, Türklinken oder Bodenbelag, mit PROPSTER lässt sich die Wunschimmobilie mit wenigen Klicks an die eigenen Bedürfnisse individuell anpassen.

Vergleichbar mit den Sims hat sich allerdings auch PROPSTER in den letzten Jahren beständig weiterentwickelt und bietet zusätzliche Add-ons und Erweiterungen an. So können Kunden von Bauträgern und Projektentwicklern heute über PROPSTER nicht nur ihre Immobilien selbst konfigurieren, sondern dank der neuen Partnerschaft mit Rent Control auch gleich noch ihren persönlichen Hausverwalter zusammenstellen.

Lieber Milan (Gründer & CEO), stell dich und PROPSTER doch einmal kurz vor?

Mein Name ist Milan Zahradnik und ich bin der CEO von PROPSTER. In einem anderen Leben habe ich einst Sportmanagement studiert, doch familiäre Gründe haben mich schlussendlich in die Immobilienbranche gebracht. Bereits mit 21 Jahren habe ich dann mein erstes Unternehmen gegründet, das auf Immobilienmarketing und Digitalisierung spezialisiert war. Hier wurde dann auch im Zuge eines Change-Management Projekts für einen großen Wiener Immobilienentwickler der Grundstein für PROPSTER gelegt. Die Aufgabe bestand nämlich darin, Abläufe in der Immobilienbranche effizienter zu gestalten, und dabei sind wir auf einen Bereich gestoßen, der besonders ineffizient war – die Sonderwunschabwicklung. Das war dann auch der Ursprung von PROPSTER.

Was genau war denn das Problem mit der Sonderwunschabwicklung?

Die Sonderwunschabwicklung, sprich die Individualisierung von Wohnungen, war damals ein ziemlicher Albtraum für die Branche. Stell dir vor, du kaufst eine Wohnung vom Plan weg, und natürlich möchtest du bestimmte Dinge anpassen – vielleicht einen anderen Boden oder eine andere Armatur. Die Prozesse in der Branche waren jedoch sehr analog, intransparent und meist dezentral. Für Bauherren war es daher schwierig, die Wünsche der Käufer effizient umzusetzen, und für die Käufer war es frustrierend, keine Klarheit über Preise oder Lieferzeiten zu haben. Da haben wir uns gefragt: Wie können wir das besser machen?

Schlussendlich haben wir uns dann in anderen Industrien umgesehen und sind dabei auf die Automobilindustrie gestoßen, wo der Kauf eines Neuwagens bereits stark digitalisiert war. So verbringen wir oft Stunden damit, unser Auto online zu konfigurieren, und alles ist transparent: Preise, Materialien, Paketoptionen. Diesen Prozess wollten wir also auf die Immobilienbranche übertragen. Unser Ziel war es, den Käufern die Möglichkeit zu geben, ihre Wohnung online nach ihren Vorstellungen zu konfigurieren, auf Basis vordefinierter Produkte und Materialien. Gleichzeitig wollten wir den Bauherren Planungs- und Preissicherheit bieten. So entstand die Idee für die Sonderwunschabwicklung bei Wohnungen.

Wie hat sich PROPSTER seitdem weiterentwickelt?

Ursprünglich ging es ja nur um die Sonderwunschabwicklung, weswegen wir auch anfangs den Namen Sonderwunschmeister GmbH hatten. Wir haben aber schnell gemerkt, dass das Thema deutlich größer und international relevant ist. So besteht der Wunsch nach mehr Customization nicht nur bei Wohnungen, sondern z.B. auch bei Gewerbeimmobilien. Bei Büroräumlichkeiten heißt es halt Mieterausbau, was im Grunde jedoch dasselbe ist. Kurzum, wir mussten uns also diversifizieren und dafür musste letztlich auch ein neuer Name her. Wir haben uns dann für den Namen PROPSTER entschieden, was letztlich eine Mischung aus den Worten „Property“ und „Hippster“ ist. Die Idee dahinter: Jeder Endkunde wird durch uns zu einem PROPSTER.

 

 

 

Hat sich nur der Name geändert oder auch das Produkt?

Selbstverständlich stellt unser Kernprodukt noch immer die Individualisierung von Immobilien dar. In den letzten Jahren haben wir jedoch vermehrt versucht, die gesamte Customer Journey abzubilden. Der Endkunde soll sich intensiver mit seiner Immobilie auseinandersetzen können, was letztlich zu einer stärken Bindung und folglich auch zu einem schnelleren Verkauf führt. Entsprechend sind wir auch auf die Idee des Marketplaces gekommen. Dabei handelt es sich um eine digitale Plattform, die es Projektentwicklern ermöglicht, auf eine große Datenbank von Produkten, Materialien und Dienstleistungen zuzugreifen. Wenn einer unserer Kunden z.B. ein Wohnbauprojekt plant, kann er es in unserem System anlegen und wir schlagen ihm basierend auf seinem Budget und den Projektanforderungen die passenden Produkte und Dienstleistungen zur Umsetzung vor. Diese Vorschläge können dann direkt in die Planung und Vermarktung aufgenommen werden. Das spart enorm viel Zeit und sorgt für Transparenz.

Klingt interessant. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Bei der Konfiguration von Immobilien braucht es jede Menge Daten zu Produkten, Materialien und Dienstleistungen. Wir von PROPSTER müssen also schon vorab genau wissen, was für die Individualisierung tatsächlich gebraucht werden könnte. Entsprechend sammeln wir all diese Informationen schon von Beginn an in einer eigenen Produktdatenbank, die die Grundlage für unsere Visualisierungen bietet. Unsere Kunden haben uns schließlich auf die Idee gebracht, diese Datenbank zu öffnen und mit ihnen zu teilen, zumal sie bei der Suche bzw. Auswahl von Produkten und Materialen mit denselben Problemen konfrontiert sind wie wir. Das war für uns ein echter Aha-Moment und so kam es schließlich auch zur Idee des Marketplace.

  

Und welche Rolle spielen dabei Dienstleistungen?

Ziel ist es nicht nur die für das Projekt passenden Produkte und Materialien zusammenzustellen, sondern auch in weiterer Folge diverse Services anzubieten. Diese reichen von der Möblierung über Umzugsservices bis hin zu Internet- und Versicherungsverträgen. Dabei wollen wir nicht ein weiteres Vergleichsportal wie Durchblicker oder Idealo sein. Stattdessen wollen wir lieber exklusive Partnerschaften eingehen, zumal es die Bauherren bzw. Projektentwickler selbst sind, die entscheiden, ob bzw. welche Leistungen sie ihren Kunden anbieten wollen. Da gibt es nicht selten ganz skurrile Ideen wie Rasenmähroboter oder Mopeds. Unser Fokus liegt aber ganz klar auf Produkten und Dienstleistungen, die mit dem Wohnungskauf in Verbindung stehen.

Als Plattform tragen wir dabei immer eine große Verantwortung, um sicherzustellen, dass die Qualität der angebotenen Produkte und Dienstleistungen immer höchsten Ansprüchen genügt. Wir arbeiten deshalb nur mit ausgewählten, verlässlichen Partnern zusammen und legen dabei großen Wert darauf, den besten Service zu bieten – sei es durch PROPSTER selbst oder durch unsere Partner wie Rent Control.

Welche Rolle spielt dabei Rent Control? Was ist der Mehrwert für eure Kunden?

Rent Control ist ein wichtiger Partner für uns und unsere Kunden, weil sich die Verwaltung und Vermietung von Immobilien durch eure Services vor allem für Anleger extrem vereinfacht. Und der Clou durch unsere Zusammenarbeit besteht jetzt darin, dass der gesamte Prozess – von der individuellen Konfiguration der Wohnung bis hin zur Verwaltung und Vermietung – über eine einzige Plattform gesteuert werden kann. Das spart enorm viel Zeit und Aufwand. Für Anleger ist das ein echter „No-Brainer“, weil sie sich nicht um die ganzen operativen Details kümmern müssen.

Was ist aus deiner Sicht der größte Mehrwert von PROPSTER?

Der größte Mehrwert ist definitiv die Effizienz und Transparenz, die wir schaffen. Unser Ansatz ermöglicht es Bauherren und Projektentwicklern, sich von der Konkurrenz abzuheben, indem sie einen höheren Grad an Individualisierung und Services bieten. Dadurch wird das gesamte Kundenerlebnis deutlich verbessert, was wiederum zu einer höheren Kundenzufriedenheit und zu schnelleren Verkaufsabschlüssen führt.

Wo wollt ihr mit PROPSTER noch hin? Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Wir haben große Pläne für die Zukunft. Unser Ziel ist es, PROPSTER zu einer Art One-Stop-Shop-Lösung für Projektentwickler und Generalunternehmer zu machen. Die Vision laute wie folgt: Du planst ein Bauprojekt in Wien mit z.B. 50 Wohnungen und hast ein konkretes Budget. Kein Problem. Mit PROPSTER erfährst du mit wenigen Klicks, was du für den Geld konkret in Bezug auf Qualität, Produkte, Materialen und weiterführende Dienstleistungen erwarten darfst.

Bereits jetzt arbeiten wir an Projekten, bei denen man für sanierungsbedürftige Wohnungen das dazugehörige Sanierungspaket gleich direkt bei uns konfigurieren und bestellen kann. Das ist gerade für Anleger sehr attraktiv, insbesondere wenn sie dann gleich weiterführende Leistungen wie die Vermietung und Verwaltung ihrer Wohnungen buchen können.

Das klingt nach einer spannenden Vision! Was sind die nächsten konkreten Schritte?

In erster Linie geht es um die Weiterentwicklung des Marketplace und die Ausweitung unserer Dienstleistungen auf neue Asset-Klassen. Wir wollen unser Partnernetzwerk weiter ausbauen und noch mehr Services anbieten, die den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie abdecken – von der Planung über den Bau bis hin zur Vermietung und Verwaltung. Außerdem planen wir, PROPSTER auch international zu etablieren. Wir sind bereits in Österreich und Deutschland aktiv, aber es gibt noch viele weitere Märkte, die es zu erobern gilt.

Vielen Dank für das Interview!

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